Heute ist der letzte Tag in der Geschichte eines zwischenzeitlich mal erfolgreichen Socialnetworks. SchülerVZ (die älteren werden sich erinnern, das war sowas ähnliches wie Facebook im Jahr 2005 nur in Pink und als Zielgruppe alle, die in Deutschland, Österreich oder der Schweiz zur Schule gehen) macht heute zu, was die erste Nachricht ist, die man davon seit längerem hört.

Warum mich das so sehr bewegt, das ich heute darüber schreibe? Mit dem Ende von schülerVZ ist etwas Geschichte, das für mich dreieinhalb Jahre lang sehr wichtig war, mich beeinflusst hat, mir viele Kontakte gebracht hat und womit ich mich identifizieren konnte. Das kam bei mir weniger durch das Nutzer sein, als durch ein damit verbundenes Projekt und alles was sich daraus ergeben hat:

30. April 2013 Allgemein

Der folgende Text erschien am 19. August 2011 auf Facebook.

In dem Buch “Limit” von Frank Schätzing (das ja irgendwann 2028 oder so spielt) erzählt eine der Hauptpersonen, dass sie grade vor einer Woche in New York das “9/11″-Musical gesehen hat. Die Person ist sehr begeistert davon (der Sänger von Bin Laden und die Special Effekts sollen hervorragend sein). Als ich das Buch gelesen habe, hörte ich kurz danach, dass eine “9/11″ Oper in Vorbereitung sei.

15. April 2013 Allgemein

Jeder kennt vermutlich dieses Phänomen des “Mehr als man wollte Einkaufen” bei Ikea: Man glaubt genau zu wissen, was man kaufen will und hat nicht vor, auch nur irgendein weiteres Teil mitzunehmen.

An diesem Donnerstag wollte ich eine Schreibtisch (4 Beine + Platte = 70€). Am Ende wurde es folgendes:

6. April 2013 Allgemein

Nachdem Daniel und Max mich in ihrer Ankündigung der kommenden Ausgabe von Konferenz 28 mit einem Link auf dieses leere Blog vorstellen, muss ich jetzt vermutlich mal irgendwas über mich sagen.

So sehe ich aus (bzw. sah ich so aus im April 2011):

michelhonold

Geboren im Juni 1991 in Gießen, aufgewachsen in Wetzlar, nach dem Abi nach Berlin, dann mal einen Sommer lang in der Schweiz, jetzt wieder in Berlin, Ex-Grüner, Noch-Pirat, Printdesigner (Totholzmedien und so), Musiktheaterliebhaber, Serienjunkie, Organisations- und Planungsextremist.

Was andere sagen

»Der Telefonmensch. Der letzte Besitzer eines Festnetztelefons« – Daniel Diekmeier (Was vermutlich nur er glaubt, denn er macht derzeit 90% meiner Telefonzeit aus.)

»Blogger« – Spiegel Online (Das hat damals gestimmt)

»Verunsachlicher der Debatte« – Staatssekretär Martin Stadelmaier, Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei (Ohne die Unsachlichkeit hätte es aber keine Debatte gegeben, da erst diese die Aufmerksamkeit erzeugt hat)

Wo sonst noch

@michelhonold

/michelhonold

27. März 2013 Allgemein

Ich hatte schon recht viele Blogs. Zwei oder drei wieder aufgegebene persönliche Blogs, ein Blog über ein mittlerweile sehr totes Social Network aus Berlin (Ich sollte mal bei Gelegenheit nachschauen gehen, ob in den Büros noch leben ist), das Blog meines Musicalprojekts, ein Blog über Bücher zur Frankfurter Buchmesse 2009, das Blog zum Onlinecasting eines Musicals an dem gearbeitet habe und ein Videoblog einer anderen Musicalproduktion für die ich gearbeitet habe. Meine persönlichen Blogs sind alle weg, die fremden Projekte für die ich gebloggt habe, sind vorbei und niemand möchte etwas über ein im besten Fall noch röchelnd am Boden liegendes Social Network lesen.

Das Bloggen fehlt mir zurzeit. Ich hatte eine ganze Zeit lang sehr viel persönlichen Kram auf Facebook, um besser Kontrollieren zu können, wer es sehen kann (Arbeitsbedingt), im Herbst habe ich wieder angefangen mehr zu Twittern und ich schreibe auch regelmäßiger für Magazine und sowas. Ich schreibe wirklich gerne und es sagen mir zumindest gelegentlich Leute, das sie das auch gerne lesen, was ich so schreibe. Daher dachte ich mir, ich sollte wieder ein Blog starten. Ohne festes Thema. Über Dinge, die mich interessieren.

In letzter Zeit habe ich einige neue, mit viel Liebe gestaltete Blogs gesehen, die nicht dafür da sind alles dort abzuladen, sondern Geschichten zu erzählen und dachte mir, so ein so Blog will ich auch machen. Also habe ich es, wegen dem was Daniel Diekmeier in Konferenz 28 über Anchor CMS gesagt hat, mit diesem versucht und bin gescheitert. Es war mir einfach zu aufwendig und ich bin im Gegensatz zu ihm kein Frontend-Entwickler und Screendesigner, der wunderschöne Websites nicht nur entwerfen sondern auch noch umsetzen kann.

Ich habe früher für alle meine Blogs die Themes für WordPress selbst gemacht, daher ging ich davon aus, dass ich mir wieder eine schöne HTML-Seite baue und die dann zum WordPress Theme umbaue. Schon ein schöner Entwurf wollte mir irgendwie nicht gelingen und da ist mir klar geworden, dass ich die letzten 2 Jahre praktisch nur Printmedien gestaltet habe und maximal ein bisschen Grafik und CSS für Websites, aber seit einer gefühlten Ewigkeit kein PHP und kaum HTML mehr angerührt habe und das auch garnicht mehr kann. Ich bin ein totaler Printmensch geworden, der in Photoshop Pixel, in Illustrator Vektoren und danach in InDesign Rahmen verschiebt, um am ende daraus ein PDF zu machen und tote Bäume einzufärben.

Vor lauter Frust über meine Unfähigkeit im Screendesign entstand die Idee, ich könnte mein Blog als Print-Produkt machen (ich weiß, wie Pressedistribution funktioniert und würde das vermutlich in den Handel bekommen – Diese Idee ist aber erstmal aus Kostengründen abgesagt, sollte jemand Anzeigen kaufen wollen: +49 30 120 762 57 1), oder zumindest als RSS-Feed mit angehängtem PDF verteilen (vermutlich nennt man das dann Padcast oder schlimmer), was mir dann aber doch ein bisschen albern erschien (auch wenn PDF ein wirklich tolles Format ist – wenn man weiß, was damit möglich ist).

Daher bin ich jetzt erstmal bei einem ganz normalen WordPress Theme von der Stange, schäme mich ein bisschen und sollte versuchen, wieder mehr in Webdesign reinzukommen.

In diesem Sinne: Willkommen auf meinem neuen Blog, von dem ich noch nicht weiß, was hier in Zukunft passieren wird. Vermutlich wird es um Fernsehen gehen, um Theater, Bedrucktes, Berlin, das Leben und die Welt.

24. März 2013 Allgemein